Praktizierter Klimaschutz – trotz Feuer?!

Mit ihrer Brennaktion am Samstag, 27. April 2019, lud die Grüne Liste Grötzingen die Bevölkerung zu einer gelebten Aktion für den Klimaschutz ein: Das Brennen schadstofffreier Pflanzenkohle für die spätere Herstellung von Terra Preta – nährstoffreicher Schwarzerde.

Wie kann das Verbrennen von Baumschnitt zum Klimaschutz beitragen? Die Technik macht es! Die Pflanzenreste werden nicht zu Asche verbrannt, sondern durch das spezielle Brennverfahren (Pyrolyse) in Pflanzenkohle umgewandelt. Pflanzen haben bei ihrem Wachstum mit Hilfe von Sonnenenergie das Treibhausgas Kohlendioxid der Atmosphäre entzogen. Beim Verkohlen bleiben etwa 50 % des Kohlenstoffs der Pflanzen in der entstehenden Kohle gebunden und werden später der Erde beigemischt. Dort machen Kohle und Humus die Erde dauerhaft fruchtbar und entziehen der Atmosphäre das Kohlendioxid für Jahrhunderte bis Jahrtausende. Die Schwarzerde dient also gleichzeitig dem Klimaschutz, der Bodenfruchtbarkeit und der Ernährungs-Souveränität von Gärtnerinnen und Landwirten.

Das Brennen der Holzkohle fand in einer Erdgrube und in einem halben Stahlfass statt. Wichtig für die Pyrolyse ist, dass von unten kein Sauerstoff zutritt.

Unter der fachkundigen Anleitung von Dr. Armin Siepe wurde um 12 Uhr angefeuert, ab 13 Uhr kamen über 20 interessierte Besucher-innen dazu. Zwei Stunden später war die extra dafür ausgehobene Grube schon gut mit Pflanzenkohle gefüllt, auch dank der tatkräftigen Mithilfe zahlreicher Interessierter, die ihren Spaß am Befeuern hatten. Eine weitere Stunde später wurde abgelöscht und die Pflanzenkohle war bereit zum Mitnehmen. Getränkt mit Goldwasser (vulgär Urin) und gemischt mit Kompost wird sie zu Humus aktiviert und wirkt im Boden als dauerhafter Speicher für Mineralstoffe, die dosiert an die Pflanzenwurzeln abgegeben werden, aber dagegen geschützt sind, vom Regen ins Grundwasser gespült zu werden.

Hier wird das Feuer im halben Fass abgelöscht.
Zum Ablöschen des Feuers in der Grube kam ein Regenschauer gerade recht.

Wer mehr wissen möchte, klicke den folgenden Link an: Nachhaltigkeits-Netzwerk. Nach kurzer Wartezeit kommen auf der weißen Fläche Fotos, die zum Teil im Gemeinschaftsgarten am Grezzoplatz gemacht wurden. Weiter unten werden Terra-Preta-Aktivitäten angekündigt wie auch beim Fachverband Pflanzenkohle.

Die Grüne Liste Grötzingen bedankt sich bei allen Mithelfern für den schönen und lehrreichen Nachmittag sowie die guten Gespräche.

Dreck-weg-Aktion 2019

Im Rahmen der Dreck-weg-Wochen der Stadt Karlsruhe hatten wir zum schon traditionellen Sammeln eingeladen. Am Freitag, dem 12. April, fanden sich zahlreiche Bürger aus Grötzingen sowie Verstärkung aus Karlsruhe ein. Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Gemeinderat, Johannes Honné, beteiligte sich am Stadtteilputzen.

Schnell waren die Zangen und Drecksäcke verteilt und besprochen, wo vermüllte Stellen sind und wer wo saubermacht. Es wurde nicht nur Müll gesammelt, sondern auch auf einem Stück des Malerwegs am Knittelberg altes Laub weggefegt und heruntergeschwemmte Erde weggeschaufelt.

Nach anderthalb Stunden traf man sich wieder am Ausgangspunkt. Erfreulicherweise konnten alle berichten, dass es innerorts relativ sauber ist. Nichtsdestotrotz kamen einige Säcke Müll zusammen. Vor allem fand man viele Zigarettenkippen am Rand von Parkplätzen und an den Bushaltestellen. Neuralgische Stellen waren auch bekanntermaßen die Grünstreifen entlang der B3 und der Auffahrten. Es wird viel Dreck aus dem Auto geworfen oder mit dem Auto in die Natur gebracht. Sogar alte Möbel werden einfach irgendwo abgestellt.

Zum Abschluss genossen die fleißigen Helferinnen und Helfer das von der GLG gestiftete Vesper und führten lebhafte Gespräche, wegen der bevorstehenden Wahlen vor allem über die Politik im Ort, in der Stadt und in Europa.

Ärgernis der Woche

Die Bundesrepublik geht mit dem Geld von uns Bürgern gerichtlich dagegen vor, dass Informationen aus einem von unserem Geld bezahlten Gutachten unter uns verbreitet werden. Siehe FragdenStaat.

Möchte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner nicht, dass wir erfahren, wie problematisch die Ackergifte sind, die mit ihrer Zustimmung und unter Missachtung eines Vetos von Bundesumweltministerin Svenja Schulze dieses Jahr auf dem deutschen Markt erneut zugelassen wurden?

Jahreshauptversammlung am 1. April 2019

GLG setzt grüne Akzente
Am Montag, den 01.04.2019, traf sich die Grüne Liste Grötzingen zu ihrer jährlichen Hauptversammlung. Der Vorstand und die Fraktion blickten auf ein aktives und erfolgreiches Jahr im Ortschaftsrat zurück. Vorsitzender Titus Tamm begrüßte die anwesenden Mitglieder sowie einen Gast und fasste zusammen, in welchen Bereichen sich die GLG im vergangenen Jahr engagierte. Eine ganze Reihe von Anträgen wurde in den Ortschaftsrat eingebracht und positiv beschieden, so z. B. der Erhalt unserer grünen Umgebung in Grötzingen im Entwurf des Flächennutzungsplans 2030, eine Fahrradgarage am Bahnhof, die Durchführung einer Infoveranstaltung zu Sicherheitsbedenken zum Brandschutz und Verkehr im Wohngebiet „Im Speitel“ sowie das Aufstellen einer Geschwindigkeitsanzeigetafel in der Augustenburgstraße in der Nähe der Schule. Des Weiteren wurden mit Anfragen und Anträgen die Aus- bzw. Neubaupläne von Kindergärten im Ort, die Entwicklung des Verkehrs im Ortskern und die Entwicklung der Nutzung des Baggersees im Landschaftsschutzgebiet ebenso kritisch begleitet. Aus Beteiligungen an den Arbeitskreisen „Klima für Grötzingen“  und „Sanierung Ortskern“ sowie dem „Jugendforum Grötzingen“ werden konkrete Vorschläge und Maßnahmen im Sinne eines Gleichgewichts von Mensch und Natur entwickelt.
Man zeigte sich über die Zusammenarbeit mit der Ortsverwaltung sehr zufrieden und viele Anträge wurden durch die anderen Fraktionen im Ortschaftsrat mehrheitsbildend unterstützt. So konnten wichtige ökologische Impulse für die Entwicklung des Ortes gegeben werden.
Eine attraktive, völlig neu überarbeitete Webseite www.gl-g.de bietet mehr Information und Kommunikation im Sinne einer stärker inhaltlichen Öffentlichkeitsarbeit. Im Anschluss an die Berichte wurden der Vorstand und der Kassenführer Peter Metzger entlastet.
Welche weiteren „grünen“ Akzente die Grüne Liste Grötzingen setzen möchte, beschreibt sie in ihrem in Kürze erscheinenden Programm für die Ortschaftsratswahl 2019.