Antrag: Hochdrucklabor im Fraunhofer Institut ICT

In den BNN wurde am 11.06.2019 berichtet, dass auf dem Campus des Fraunhofer ICT in Pfinztal ein Hochdrucklabor entsteht.

Auszug aus dem Artikel (fettgedruckt sind eigene Hervorhebungen):

<Gut versteckt hinter einem Versuchsgebäude unter dem Gipfel des Hummelbergs liegen zwei jeweils etwa 30 Meter lange dickwandige Metallrohre. Die beiden riesigen Rohre sind Teil der Versuchsanlage „High Pressure Loop“ des Center of Safety Excellence (CSE) auf dem Gelände des Fraunhofer-Instituts für Chemische Technologie (ICT) in Pfinztal. „Eine solche Versuchsanlage gibt es bislang in Deutschland eigentlich noch nicht“, sagt Projektleiter Armin Keßler vom ICT. Die nächsten Ausbaustufen sind bereits geplant. Bis Ende des Jahres werden aller Voraussicht zwei senkrecht aufgebaute Metallzylinder zum Erzeugen von Druck bis zu 730 bar in Betrieb genommen. Und im kommenden Jahr sollen dann noch drei kleinere Behälter zum Erzeugen von Druck bis zu 3 400 bar installiert werden. „Das ist dann sogar weltweit einzigartig“, sagt Keßler. Nur zum Vergleich: Ein Druck von 156 bar, wie er in den beiden 30-Meter-Rohren erzeugt werden kann, herrscht 1 500 Meter unter der Wasseroberfläche. Und selbst an der tiefsten Stelle des Ozeans, auf dem Grund des Mariannengrabens, herrscht „lediglich“ ein Druck von 1 070 bar.
Künftig können durch die Hochdruckversuche auf dem Hummelberg vor allem Anlagen aus der chemischen Industrie sowie der Energieversorgung auf ihre Sicherheit überprüft werden.

Das CSE wurde vor fünf Jahren als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zur Erhöhung der Sicherheit in der chemischen Industrie aus der Taufe gehoben. Der Geschäftssitz vor dem Eingang des ICT wurde dabei ebenso bewusst gewählt wie der Standort der neuen Hochdruck-Versuchsanlage auf dem Hummelberg. Am ICT sind die Wissenschaftler durch die regelmäßigen Tests mit Sprengstoffen für die Arbeit und die Risiken mit gefährlichen Versuchsaufbauten sensibilisiert. Zudem gibt es wegen der großen Entfernung zu den Wohngebieten keine Probleme wegen der Lärmbelästigung durch lautstarke Hochdruckversuche.

Etwa 20 Millionen Euro lässt sich das CSE die neue Versuchsanlage kosten. Etwa fünf Jahre dauerten die vorbereitenden Planungen für die Anlage.>

Wir beantragen:

Die Ortsverwaltung lädt die Zuständigen in den Ortschaftsrat ein. Ziel ist die Information des Rats und der Bürger über das Projekt, die Sicherheit und Risiken sowie Lärmbelastung. Wir bitten, dass die Gäste für Fragen zur Verfügung stehen.