Park(ing) Day in Grötzingen

Am 16.9.2022 gab es auch in Grötzingen den Parkin(ing) Day.

Warum schon wieder ein englischer Begriff? Das war eine der Fragen, die von Besucher:innen gestellt wurde. Der Begriff bezeichnet einen internationalen Aktionstag, der immer am am dritten Freitag im September stattfindet.

In Grötzingen konnte man ihn in der Mühlstraße erleben. Auf zwei Parkplätzen direkt vor der Bäckerei Nussbaumer waren statt Autos gemütlich beieinander sitzende und diskutierende Menschen zu sehen. Ein kleiner Flohmarkt auf Spendenbasis zu Gunsten des Kinder- und Jugendhauses Grötzingen, das Spielmaterialien für die jungen und jung gebliebenen Besucher:innen der Aktion zu Verfügung hatte, war auch zu finden. Denn der Sinn des Parking Days ist zu zeigen, dass Parkplätze öffentlicher Raum sind und von allen auf vielfältige Art und Weise genutzt werden können. Es ist nicht selbstverständlich, dass so viel Platz, welcher der Allgemeinheit gehört, mit Autos zugestellt wird.

Die positive Wirkung von freier Fläche im Ortskern mit einem freien Blick auf den Niddaplatz sowie eine bessere Sicht für alle Verkehrsteilnehmende konnte bei dieser Aktion sehr gut erlebt werden.

Ein Danke an alle, die mit uns ins Gespräch gekommen sind. Es grüßen die Grüne Liste Grötzingen und Jörg Heil vom Naturkostladen.

Hallenbad Grötzingen

Am 19.9.2022 tagt der Bäderausschuß zum Thema „Energiekrise 2022/2023 – Energetische Einsparungsoptionen in den Karlsruher Bädern“. Eine Option, die darin genannt wird, ist die Schließung des Grötzinger Hallenbades mit dem Hinweis, dass das Schulschwimmen vollumfänglich im Fächerbad durchgeführt werden kann. Kurse und das Vereinsschwimmen seien nicht vollumfänglich im Fächerbad möglich.

Am 14.9.2022 findet dazu eine Ortschaftsratsitzung in Grötzingen statt. Die Stellungnahme der Fraktion zur Vorlage im Bäderausschuß lautet wie folgt:


In dem Vorstoß der Verwaltung werden unserer Meinung nach zwei Themen miteinander verknüpft, die zwar gemeinsam haben, dass Energie gespart werden soll, nur stark unterschiedliche Zeitrahmen erfordern: Auf der einen Seite steht das derzeitige Problem, jetzt sofort Energie zu sparen, um die explodierenden Kosten zu senken, auf der anderen Seite das grundsätzliche Problem der Umstrukturierung der Bäder auf andere Energiequellen, was jedoch langfristig geplant werden muss und gegenwärtig nichts dazu beiträgt, aktuell Energie zu sparen. Bei den am 14.9. geforderten Entscheidungen darf es nur um die Hilfe in der akuten Situation gehen!

Für eine gemeinsame Stellungnahme benötigen wir meiner Meinung nach eine Übersicht über die konkreten Gesamtenergieverbrauch in Kilowattstunden für ALLE Bäder. Durch Corona ist es möglich, diese Zahlen getrennt für ein „normales Jahr“ und für eine Zeit im Stand-By-Modus anzugeben.

Nur weil die beiden von der „Schließung“ betroffenen Bäder (Hallenbad Grötzingen, Adolf-Ehrmann-Bad Neureut) direkt Erdgas benötigen, heißt es nicht automatisch, dass sie die am besten geeigneten sind, um Energie einzusparen. Denn es geht um Energiekosten und nicht nur um Erdgas.

An einem Beispiel ausgedrückt: aufgrund der großen Energiemengen, die das Europabad benötigt, kann es sein, dass ein Stand-By-Tag in diesem Bad mehr Energie einspart, als Grötzingen in einer Woche verbrauchen würde.

Wir fordern Solidarität und Flexibilität hinsichtlich des Betriebs in den Bädern. Am wichtigsten ist, dass die Kinder schwimmen lernen können. Und dafür gibt es nichts besseres als in der Grundschulzeit die Nähe zum Bad auszunutzen und Schwimmvereine zu unterstützen. Wichtig auch die Gesundheitskurse im Wasser.

Alles andere (Sauna, Rutschen usw.) kann unserer Meinung nach in Krisenzeiten heruntergefahren werden.


Dieses Schreiben wurde auch an die Fraktion der Grünen im Gemeinderat verschickt.

Vorlage im Bäderausschuß:

2022_1035_TOP_1_Energiekrise_2022_2023_Energetische_Einsparungsoptionen_in_den_Karlsruher_Baed_1

Park(ing) Day – Städte für Menschen

Der internationale Park(ing)Day ist eine Aktion, bei der Parkplätze in einen „öffentlichen Park“ verwandelt werden. Er findet jährlich am 3. Freitag im September statt. In diesem Jahr am 16.9.202.

Hinter dem Parking Day steckt keine bestimmte Organisation, sondern ein loses Netzwerk, das sich quer durch die Stadtgesellschaft spannt.

Die Veranstaltenden wollen zeigen, dass es Spaß macht öffentlichen Raum gemeinsam neu zu entdecken und auszuprobieren, wie Straßen- und Parkraum wieder zu Lebensraum werden können.

In Grötzingen werden von 15 Uhr bis 17 Uhr Parkplätze in der Mühlstraße vor der Filiale der Bäckerei Nussbaumer umgewandelt. Es werden Tische und Bänke aufgestellt, um den gerne genutzten Sitzbereich vor der Bäckerei zu erweitern. Spielmöglichkeiten für groß und klein, jung und alt werden angeboten (Kooperation mit dem KJH Grötzingen). Ein Miniflohmarkt auf Spendenbasis wird dort sein.

Alle Menschen sind eingeladen vorbeizukommen, sich eine Auszeit zu gönnen, sich zu unterhalten, unsere Ortsmitte anders zu erleben, oder einfach kurz innezuhalten.

Die Organisator:innen freuen sich auf Ihren Besuch.

Quo vadis, Grötzinger Grundschule?

Bereits seit mehreren Jahren ringt die Primarstufe der Augustenburg Gemeinschaftsschule um ein Konzept für ihre Zukunft. Bis zum Beginn des Rechtsanspruches auf die Betreuung der Kinder im Grundschulalter ab dem Schuljahr 2026/27 muss sich in Karlsruhe jede einzelne Grundschule entscheiden, auf welche Art sie diesen Rechtsanspruch erfüllen will. Nach einem Gemeinderatsbeschluss im September 2021 stehen dafür entweder die Umwandlung in eine Ganztagesgrundschule (in freier oder gebundener Form) oder der Verbleib als Halbtagsgrundschule in Kombination mit dem Schulkind-Bildungs- und Betreuungssystem (SKiBB) zur Verfügung. In letzterem sollen die Horte wieder auf ihre ursprüngliche Funktion als Nachmittagsbetreuung für Inklusions- und verhaltensauffällige Kinder zurückgeführt werden.

Wo steht die Grundschule Grötzingen aktuell?
In der Halbtagsgrundschule findet die erforderliche Nachmittagsbetreuung derzeit im Hort und bis 14 Uhr in der ergänzenden Betreuung statt. Der Hort ist bis 2025 provisorisch in Containern untergebracht, anschließend müssen die Container abgebaut werden.
Für das kommende Schuljahr sieht die Betreuungssituation wie folgt aus:
„Nach derzeitigem Stand kann der Hort auf rund 40 Anmeldungen nur 20 Plätze vergeben.“ So SPD-Ortschaftsrätin Silke Bergerhoff. Sowohl die SPD-Fraktion als auch die der Grünen Liste Grötzingen im Grötzinger Ortschaftsrat haben daraufhin Anträge gestellt, die Anzahl der Hortplätze zu erhöhen bzw. die Betreuung der Kinder sicherzustellen.
Durch die Anträge wurde bewirkt, dass ab dem kommenden Schuljahr in Grötzingen für 20 Kinder eine weitere ergänzende Betreuungsgruppe bis 14 Uhr genehmigt ist – vorausgesetzt, die Stelle kann besetzt werden. Parallel führt die Leitung des Schülerhorts bereits Gespräche, ob nicht Kinder, die ihren Hortplatz zeitlich nicht voll ausnutzen, in die neue ergänzende Betreuungsgruppe wechseln möchten, um ihren Ganztagsplatz freizugeben. „Wir hoffen hier sehr auf die Solidarität der Eltern“, so Birgit Hauswirth-Metzger, Ortschaftsrätin der Grünen Liste Grötzingen. Alle Beteiligten vor Ort, sei es nun der Ortschaftsrat, die Ortsverwaltung oder die Schule, möchten allen Kindern, die eine Nachmittagsbetreuung brauchen, diese auch ermöglichen.

Und wie geht es bis 2026 (und danach) weiter? Wird die Grundschule in Grötzingen zur Ganztagsgrundschule oder bleibt sie im Halbtagsbetrieb?
Elterninitiativen sowohl für als auch gegen eine verbindliche Ganztagsschule haben sich in schon gebildet. Eine Bedarfsabfrage im Frühjahr 2021 brachte keine neuen Impulse in den Prozess. Der derzeitige Rektor, Friedbert Jordan, der eigentlich seine Stelle mit der Zusage, diesen Prozess voranzubringen angetreten hatte, geht im Sommer 2022 in Ruhestand. Zumindest konnte in seiner Amtszeit noch die Raumfrage geklärt werden. Die Schulleitung verwies immer wieder zurecht darauf, dass in Grötzingen viele Inklusionskinder auch aus anderen Stadtteilen beschult werden und dadurch ein größerer Raumbedarf entstehe. Diese Argumentation wurde vom Schul- und Sportamt nicht mitgetragen. Eine Prüfung im Januar ergab, dass die Grundschule über genügend Räume für einen Ganztagesbetrieb verfügt.
Die Rektorenstelle wurde vom Schul- und Sportamt neu ausgeschrieben. Wie lange der Bewerbungsprozess dauert und ob sich überhaupt ein/e Nachfolger*in findet, ist offen. Für die Umstellung auf einen Ganztagsgrundschulbetrieb braucht es jedoch eine unterstützende Schulleitung und die Zustimmung der Gesamtlehrerkonferenz sowie Eltern, die diese Schulform für ihre Kinder möchten.

„Bis zu dieser Grundsatzentscheidung müssen wir schnellstmöglich nach einem Konzept für die Nachmittagsbetreuung der Grundschüler*innen in der entstehenden Betreuungslücke zwischen 2025 und 2026 suchen, sonst hat ab 2025, wenn die Genehmigung für die Container ausläuft, kein Grötzinger Kind mehr einen Betreuungsplatz am Nachmittag“, so das Fazit der beiden Ratsfraktionen.

Dreck-weg-Wochen 2022

In diesem Jahr hat Karlsruhe wieder im Frühjahr die Dreck-weg-Wochen der Stadt ausgerufen:

https://www.karlsruhe.de/b4/buergerdienste/abfall/sauberes_karlsruhe/dreckwegwochen.de

Vom 21.3. bis zum 24.3. beteiligte sich die Ortsverwaltung mit Unterstützung des Ortschaftsrates jeweils von 17-18 Uhr an dieser Aktion. Die GLG-Fraktion war an jedem Tag mit ein bis zwei Personen dabei, die sich zum Teil auch noch der Mithilfe von Familienmitgliedern versichert hatten. 🙂

Einige neuralgische Punkte in Grötzingen wurden so gesäubert:

  • Mühlenwehr und Umgebung
  • Bahnhof und Umgebung
  • Entlang der Bahn Richtung Oberausbrücke

Bei dieser einen Woche soll es nicht bleiben. Deswegen ruft die Grüne Liste Grötzingen in diesem Jahr wieder zu einer weiteren Aktion auf:

Am 13.4.2022 treffen wir uns um 17.30 Uhr an der Ecke Karl-Leopold-Straße/Durlacher Straße .

Von dort werden wir uns in Grötzingen verteilen und für etwas Sauberkeit sorgen. Wir hoffen auf tatkräftige Unterstützung.

Bitte meldet euch an unter dreck-weg@gl-g.de, damit ich euch über etwaige Änderungen auf dem Laufenden halten kann. Danke.

Zangen und Säcke werden gestellt, Handschuhe sollten selbst mitgebracht werden.

Einordnung statt Abriss

Einordnung des Kriegerdenkmals am Lindenplatz in Karlsruhe in den historischen Zusammenhang geht.

„Informationen zum Denkmal am Laubplatz“- so war der Antrag vom März 2021 seitens der Grünen Liste Grötzingen zu einem ähnlichen Denkmal in Grötzingen betitelt.

Ein Vergleich:

OrtMühlburg, LindenplatzGrötzingen, Laubplatz
AnlassDeutsch-französischer Krieg 1870-1871Deutsch-französischer Krieg 1870-1871
Widmung/Sinnspruch„Das Totenmal spricht: Dienst an Deutschland ist Pflicht, Arbeit fürs Volk ist Gewinn, braucht Dein Volk Dein Leben, so gib es hin.“„Den Gefallenen zum Gedächtnis
Den Lebenden zur Anerkennung
Den künftigen Geschlechtern zur Nacheiferung“
Einordnung der Stadt„Dieser Spruch ist tatsächlich Ausdruck eines völkischen und überhöhten nationalistischen Denkens, das letztlich im Nationalsozialismus aufgegangen ist. Er steht unseren Werten von Demokratie und Menschenrechten entgegen.“  „Das Grötzinger Kriegerdenkmal reiht sich in der Ausführungsform in die der anderen Kriegerdenkmäler ein. Sein Sinnspruch (…) hebt sich wegen des letzten Satzes von den gewöhnlichen Ausführungen mit Heldenverehrung -Tod und Vaterlandsüberhöhung ab. Eine herausragende Qualität stellt er jedoch nicht dar. Eine besondere Kommentierung halten wir deshalb für nicht angebracht.“    

In der städtischen Stellungnahme zum Antrag der GLG wurde vor fast einem Jahr wurde noch vermerkt:

„Eine eventuelle Kommentierung zöge die Frage nach derselben von mindestens 15 Krieger-denkmälern des Krieges 1870/71 mit sich. Dies erscheint uns wegen des dann gleichartigen Inhalts nicht sinnvoll. Für prioritär kommentierungswürdig halten wir das Kriegerdenkmal Mühlburg 1870/71, allein wegen seines 1931 angebrachten Sinnspruches, der bereits die Ideologie ausdrückt, die die Nationalsozialisten 1933 an die Macht brachte.“

Unsere Schlussfolgerung heute:

Die Grüne Liste Grötzingen begrüßt das Vorgehen der Stadt, das Mühlburger Denkmal zu kommentieren und damit den Bürgern eine Einordnungshilfe zu geben. Wir sehen jedoch keinen Unterschied zum Denkmal in Grötzingen. Der explizite Hinweis auf die nationalsozialistische Ideologie mag fehlen, wir erachten den Sinnspruch jedoch als antidemokratisch und militaristisch und befürchten, dass er für manche Menschen als Verherrlichung von gewaltbereiten Auseinandersetzungen verstanden werden kann. Die bloße Zahl von insgesamt 15 ähnlichen Denkmälern in der Stadt sollte nicht von einer Kommentierung abschrecken.

Grötzingen hat für „sein“ Denkmal eine Lösung gefunden. Auf den schon vorhandenen Tafeln des Historischen Ortsrundganges, die in direkter Nähe des Denkmals stehen, wird ein erklärender Text aufgebracht, finanziert aus IP-Mitteln (Investitionspauschale).

Denkmal am Laubplatz, Foto: Titus Tamm

Damit verbleiben in der Stadt noch 13 weitere Denkmäler, die ihrer Kommentierung harren.

„Uffbasse!“

Gefahrenstelle Radwege in Grötzingen

Auf dem Weg zu den Klimazielen für Karlsruhe ist der Ausbau des Radverkehrsnetzes ein wichtiger Baustein. Ein gut ausgebauter Radweg beinhaltet auch seine sichere Benutzbarkeit.

Im Zusammenhang mit der Sicherheit von Radfahrern hat die Grüne Liste Grötzingen bereits auf einen weiteren Gefahrenpunkt hingewiesen, bei dem es um das Nebeneinander Radfahrer/Autofahrer geht: der entlang der Alten Weingartener Straße verlaufende Rheintal-Radweg bei der Unterquerung der B10. Zum einen handelt es sich um einen überregionalen Radweg, zum anderen werden auch die von der verlängerten Karl-Leopold-Straße kommenden Radfahrer auf ihrem Weg nach Durlach dorthin gewiesen. Der enge Tunnel ist in Bezug auf Verkehrssicherheit selbst für ambitionierte Radfahrer eine echte Herausforderung, erst recht bei herbstlichen Bedingungen. Ein Fahrradschutzstreifen wurde bereits beantragt und wartet auf die sich gerade verändernde Rechtsprechung.

In Grötzingen gibt es jedoch auch einige Stellen, an denen die Sicherheit der Radfahrer im Zusammenspiel mit Fußgängern noch verbessert werden kann. So zum Beispiel die Unterführung unter der B3 (verlängerte Karl-Leopold-Straße) oder die Radwegverschwenkung Obermühlweg/Pfinz-uferweg.

Diese Strecke ist eine wichtige Verbindung ins Pfinztal, sie wird gerne von Fußgängern zum Spazierengehen benutzt und ist zu den entsprechenden Zeiten ein viel benutzter Schulweg. Die Unterquerung der Eisenbahnbrücke an der Pfinz in Richtung Berghausen verlangt Radfahrern und Fußgängern einiges ab. Regelmäßig wird es dort eng, da die Strecke von keiner Seite aus kommen ordentlich eingesehen werden kann

Berghausen hat mit einfachen Mitteln eine originelle Lösung für eine Gefahrenstelle auf seiner Gemarkung gefunden. Um die Aufmerksamkeit der Radfahrer bei der Radwegunterführung am Vogelpark zu wecken prangt dort in beide Richtungen in grüner Schrift ein durchaus auffälliges, freundliches „UFFBASSE!“ auf dem Weg, flankiert durch einen grünen Mittelstreifen direkt unter der Brücke.

Die GLG wünscht sich eine solche Flexibilität und Kreativität wie in Berghausen mit seinem „Uffbasse“ auch in Grötzingen (als Stadtteil von Karlsruhe), um manche knifflige Stelle auf unseren Radwegen zu entschärfen. Wenn Sie auch eine solche Stelle kennen, die gefährlich sein könnte, dann schreiben Sie uns bitte über radwege@gl-g.de einen Hinweis, gerne mit einem ähnlich kreativen Vorschlag.

Bis eine Lösung gefunden ist gilt allerdings vorerst weiter für uns alle „UFFBASSE!“

Mülle grazie!


Zusammen mit Grötzinger Bürger/innen beteiligt sich die Grüne Liste Grötzingen seit einigen Jahren an den Dreck-weg-Wochen der Stadt Karlsruhe. Zusätzlich ruft die GLG im Sommer zu gemeinsamen Sammelaktionen auf, um die Liegewiese und die Zugangswege zum Baggersee zu reinigen.

Das städtische Ziel der Dreck-weg-Wochen ist es, im Bewusstsein zu verankern, dass sorglos weggeworfener Müll unser aller Umwelt und Natur verschmutzt. Allerdings widmen sich diese Aktionen dem Problem nur in wenigen Wochen im Jahr. Die Aufmerksamkeit bleibt nicht lange wach. Neue Maßnahmen, wie eine Umgestaltung der öffentlichen Mülleimer, könnten dauerhaft eine zusätzliche Wirkung zeigen.


Die GLG hat sich umgeschaut wie andere Städte mit der Problematik umgehen. Mannheim („Fütterungszeiten in Mannheim“) oder Hamburg („Wir sind für jeden Dreck zu haben“) zum Beispiel haben hierfür schon entsprechende Projekte gestartet.

Mülleimer in Hamburg (Bilder: F. Vorberg)

Das Ziel der Maßnahmen in Grötzingen wäre es, die vorhandenen Abfalleimer mit einer ungewöhnlichen und zugleich witzigen Botschaft sprechen zu lassen. Damit wird die Aufmerksamkeit der Bürger für das Müllproblem erhöht und ein freundlicher Appell an alle gerichtet, den eigenen Abfall genau dort anstatt auf den Bürgersteig, in die Büsche, in die Pfinz zu werfen oder am Baggersee neben einen überfüllten Mülleimer abzulegen.
Der öffentliche Abfalleimer würde so von einer unbeachteten grauen Maus zum witzigen Sprüche-Blickfang. Unser aller Wahrnehmung des ewigen Problems mit dem Abfall würde durch Humor und Sprachwitz verändert, genau dort wo es vorkommt.
Die Grüne Liste Grötzingen verfolgt diesen Ansatz weiter und wird Sie auf dem Laufenden halten.


„Mülle grazie“ für Ihre Aufmerksamkeit.

Bericht in Grötzingen Aktuell, 5.11.2021

Die Grüne Liste Grötzingen rief zum Dreck-Sammeln auf

3 Frauen, 1 Stunde, 400 Meter, 6 Säcke

Die Dreck-weg-Wochen der Stadt Karlsruhe fanden in diesem Jahr nicht im Frühjahr, sondern gegen Ende des Sommers statt.

Die Grüne Liste Grötzingen beteiligte sich wie in bisher jedem Jahr an dieser Aktion und war am 2. Oktober unterwegs, um Grötzingen etwas sauberer zu machen. In kleiner Besetzung zog man ab 14 Uhr los und folgte dem Ratschlag einer Bürgerin um die Wertstoffsammelstation an der Alten Weingartener Straße herum zu sammeln. In der angesetzten Stunde schaffte man gerade mal ca. 400 Meter, von der Einmündung der Karl-Leopoldstraße in die Alte Weingartener Straße bis zur Grezzostraße.

Es begann damit, dass in einem Brombeergebüsch eine Metall-Gartenliege gefunden wurde, die dann nur mit Hilfe des Mitarbeiters der Wertstoffsammelstation daraus befreit und abtransportiert werden konnte. Vielen Dank.

Sehr viel Müll befand sich unter der Brücke bei der Einfahrt der Grezzostraße in die Alte Weingartener Straße. Allein dort unten wurden drei Müllsäcke gefüllt

Eine zersplitterte Scheibe einer Glastüre füllte eine weitere Tüte und zwei kamen noch aus der Umgegend dazu. Schon beim Nach-Hause-Gehen wurde, wiederum aus den Brombeeren, ein Eimer mit Fliesenresten herausgezogen, der ebenfalls direkt in der Wertstoffstation abgegeben wurde.

Nach einer Stunde waren zumindest diese 400 Meter sauber. Es bleibt immer noch viel zu tun.

Antrag: Ladestationen e-Mobilität auf Kirchenparkplätzen

Die Akzeptanz der e-Mobilität steigt, je einfacher es ist, die Fahrzeuge aufzuladen. Die meisten Ladevorgänge finden in der Nähe der eigenen vier Wände statt.

Die Grundstücke der Grötzinger Kirchen sind im Ort günstig verteilt gelegen und verfügen über größere Parkplätze, auf denen unter der Woche und nachts oftmals viele Stellplätze frei sind.

Sowohl diese günstige Verteilung und Lage im Ort als auch das Stellplatzangebot sind gute Gründe, dort konzentriert öffentliche Ladestationen für die Elektroautos der umliegenden Anwohner anzubieten. Damit entfallen verwaltungstechnisch aufwändige Einzelaktionen der Wohnungs- und Hausbesitzer und es wird eine Hürde auf dem Weg zum Elektroauto abgebaut.


Am besten wäre es, diesen Ansatz auf dem gesamten Stadtgebiet zu verfolgen.

Daher beantragen wir:
Die Ortsverwaltung nimmt mit den Kirchengemeinden des Ortes Kontakt auf und erkundigt sich nach deren Bereitschaft, auf den Kirchenparkplätzen öffentliche Ladestationen einrichten zu dürfen.
Außerdem trägt sie das Anliegen in die zuständigen Ämter der Stadt, sodass diese Möglichkeit auch dort überprüft wird.