Jahreshauptversammlung am 1. April 2019

GLG setzt grüne Akzente
Am Montag, den 01.04.2019, traf sich die Grüne Liste Grötzingen zu ihrer jährlichen Hauptversammlung. Der Vorstand und die Fraktion blickten auf ein aktives und erfolgreiches Jahr im Ortschaftsrat zurück. Vorsitzender Titus Tamm begrüßte die anwesenden Mitglieder sowie einen Gast und fasste zusammen, in welchen Bereichen sich die GLG im vergangenen Jahr engagierte. Eine ganze Reihe von Anträgen wurde in den Ortschaftsrat eingebracht und positiv beschieden, so z. B. der Erhalt unserer grünen Umgebung in Grötzingen im Entwurf des Flächennutzungsplans 2030, eine Fahrradgarage am Bahnhof, die Durchführung einer Infoveranstaltung zu Sicherheitsbedenken zum Brandschutz und Verkehr im Wohngebiet „Im Speitel“ sowie das Aufstellen einer Geschwindigkeitsanzeigetafel in der Augustenburgstraße in der Nähe der Schule. Des Weiteren wurden mit Anfragen und Anträgen die Aus- bzw. Neubaupläne von Kindergärten im Ort, die Entwicklung des Verkehrs im Ortskern und die Entwicklung der Nutzung des Baggersees im Landschaftsschutzgebiet ebenso kritisch begleitet. Aus Beteiligungen an den Arbeitskreisen „Klima für Grötzingen“  und „Sanierung Ortskern“ sowie dem „Jugendforum Grötzingen“ werden konkrete Vorschläge und Maßnahmen im Sinne eines Gleichgewichts von Mensch und Natur entwickelt.
Man zeigte sich über die Zusammenarbeit mit der Ortsverwaltung sehr zufrieden und viele Anträge wurden durch die anderen Fraktionen im Ortschaftsrat mehrheitsbildend unterstützt. So konnten wichtige ökologische Impulse für die Entwicklung des Ortes gegeben werden.
Eine attraktive, völlig neu überarbeitete Webseite www.gl-g.de bietet mehr Information und Kommunikation im Sinne einer stärker inhaltlichen Öffentlichkeitsarbeit. Im Anschluss an die Berichte wurden der Vorstand und der Kassenführer Peter Metzger entlastet.
Welche weiteren „grünen“ Akzente die Grüne Liste Grötzingen setzen möchte, beschreibt sie in ihrem in Kürze erscheinenden Programm für die Ortschaftsratswahl 2019.

Antrag: Ersatzpflanzungen

In Grötzingen wurden und werden noch für die Bebauungen

  • Neubau auf der Schwanenwiese
  • Umbau Schloss Augustenburg
  • Neubau Kita Ringelberghohl
  • Neubau Schulgebäude
  • Neubaugebiet Junge Hälden 3

sehr viele Bäume gefällt, die nun mit ihrer klimatischen Funktion als auch für die Tierwelt fehlen. In der Baumschutzsatzung der Stadt Karlsruhe sind Ersatzpflanzungen gefordert.

Wir beantragen:

Die zuständigen Stellen der Stadt erläutern, wie viele Bäume auf den oben genannten Flächen gefällt wurden bzw. werden, wo wie viele Ersatzpflanzungen vorgenommen wurden und werden, wann diese stattfinden und welche Bäume gesetzt werden sollen.

Antrag: Baumpflanzungen zur Geburt

Die Gemeinde Weingarten pflegt seit über dreißig Jahren folgende Tradition:

Jedes neugeborene Kind erhält auf Wunsch der Erziehungsberechtigten einen Geburtsbaum und ein Namensschild. Die Bäume werden bei einer gemeinsamen Pflanzaktion mit dem Forst gepflanzt und die Namensschilder an vorbereiteten Pflöcken befestigt.

Siehe https://www.weingarten-baden.de/index.php?id=106

Diese für interessierte Familien sehr schöne Aktion hat zu mehr als 2000 Baumpflanzungen geführt.

Wir beantragen:

Die Ortsverwaltung führt in Grötzingen eine Baumpflanzaktion für neugeborene Grötzinger Erdenbürger ein.

Von Kirschpflaumen, Traubenkirschen und Ackerbergen

Auf Einladung der Amphibienschutzgruppe Grötzingen bot Thomas Breunig vom Karlsruher Institut für Botanik und Landschaftskunde am 11. März 2019 eine Naturführung „Entstehungsgeschichte und Botanik der Gießbachniederung“ an.

Herr Breunig (Bildmitte) erkärte eingangs, dass die Gießbachniederung ein Teil der Kinzig-Murg-Rinne ist, die sich dadurch gebildet hat, dass die beim Einbruch des Rheingrabens abgesunkenen Gesteinsschollen hier am Bergrand ein wenig mehr abgesunken sind als weiter westlich in der Hardt. Hier floss seit dem Ende der Eiszeit bis noch in historischer Zeit Oberflächenwasser. Es ist aber ungeklärt, ob Wasser von Kinzig und Murg dabei war.
Wo die Pfinz in die Rheinebene tritt, hat sie einen Schwemmkegel ausgebildet. Seit es im Pfinzgau Ackerbau gibt, wird die Ackererde bei Starkregen abgeschwemmt und lagert sich ab, wenn sich das Hochwasser neben dem Flusslauf in die Fläche ergießt. Das ergibt fruchtbaren Ackerboden.
Als frühest blühendes Gehölz, noch vor der Schlehe, stellte Herr Breunig die Kirschpflaume vor, die bei uns wild wächst und als Unterlage veredelter Steinobstsorten dient. Wenn bei einem alten Baum die Veredelung schwächelt, treibt, wie gesehen, unten die Kirschpflaume aus.
Auch kleine Pflanzen wurden beachtet, hier eine zartlila blühende Taubnessel mit dem für Lippenblütler typischen vierkantigen Stiel.
Auf den Bäumen im Hintergrund sind Misteln zu erkennen, Halbschmarotzer, die den Wirtsbäumen Saft entziehen, aber als grüne Pflanzen selbst Photosynthese betreiben. Es handelt sich um die bei uns häufige Laubbaummistel. Wie Herr Breunig mitteilte, gibt es als Besonderheit in der Karlsruher Gegend auch die beiden anderen, seltenen Mistelarten, Kiefernmistel und Tannenmistel.
Ein Stück vom Weg entfernt im Bruchwald steht hier ein stattlicher Baum mit Brettwurzeln, eine Flatterulme. Zusammen mit Schwarzerlen und Eschen gedeihen Flatterulmen auf dem nassen Boden. Anders als Feldulmen sind sie nicht vom Ulmensplintkäfer bedroht.
Am Baggersee zeigte Herr Breunig eine Gewöhnliche Traubenkirsche, an der noch Gespinste der Traubenkirschen-Gespinstmotte vom vergangenen Jahr hingen. Es ist eine nässeliebende einheimische Baumart, im Gegensatz zu der Amerikanischen Traubenkirsche, die zur Auflockerung von Kiefernwäldern angepflanzt wurde und sich zum Missfallen der Förster ungehemmt ausbreitet.
Auf dem Rückweg hob die letzte Abendsonne die scharfe Bergkante deutlich hervor. Wo wir stehen, ist die Scholle mit dem am Berg anstehenden Muschelkalk mehrere Kilometer tief abgesunken und mit Ablagerungen überdeckt.
Bleibt noch der Begriff Ackerberge zu klären. Wenn beim Pflügen eine Furche fertig ist und der Pflug gewendet wird, fällt jedesmal etwas Erde herunter. Wenn das jahrhundertelang immer am Wegesrand passiert, erhöht sich der Weg gegenüber der Ackerfläche. Man spricht dann laut Herrn Breunig von Ackerbergen.
Am Ende der Naturführung war es schon fast dunkel. Thomas Hauenstein dankte unter Beifall Herrn Breunig und überreichte ihm Grötzinger Präsente.

Antrag: Freie Sicht auf den Torbogen des ehemaligen Gasthauses „Zur Kanne“

An der Westseite des Parkplatzes auf dem Niddaplatz befindet sich der Torbogen des ehemaligen Gasthauses „Zur Kanne“. Dieser wurde durch die Heimatfreunde mit großem Engagement und Aufwand restauriert. Außerdem wurden neben dem Bogen Hinweistafeln angebracht. Bei Führungen und im Verlauf des historischen Rundgangs lädt der Ort zum Verweilen ein.

Leider wird der davorliegende Platz jedoch die meiste Zeit zugeparkt. Dadurch ist der Bogen nur sehr eingeschränkt zugänglich und sichtbar.

Deswegen beantragen wir:

Ein festzulegender Bereich vor dem Torbogen wird so umgestaltet, dass er frei bleibt und das historische Kleinod dauerhaft zur Geltung kommt.

Wahl der GLG-Kandidatinnen und -Kandidaten für die Ortschaftsratswahl am 26. Mai 2019

Die Wahl fand bei einer Mitgliederversammlung am 28. Januar statt. Gewählt wurden:

  1. Birgit Hauswirth-Metzger, Bauingenieurin
  2. Titus Tamm, Fotograf
  3. Dr. Gabriele Vorberg, Diplomingenieurin
  4. Danica Duranec-Schoo, Diplomkauffrau
  5. Rainer Romer, Diplomingenieur
  6. Dominic Neureuther, Briefzusteller
  7. Peter Metzger, Bauingenieur
  8. Christina Bischoff, Studentin
  9. Yvonne Raviol, Diplombetriebswirtin
  10. Ute Eppinger, Redakteurin
  11. Wolfgang Walk, Softwareproduzent
  12. Bettina Bechtel, Dozentin
  13. Michael Bertling, Diplompsychologe
  14. Stefan Reinecke, Diplompsychologe
  15. Carola Thordsen, Kaufm. Angestellte
  16. Eberhard Dehne-Niemann, Diplomingenieur
  17. Karl Berger, Lehrer i. R.
  18. Dr. Klaus Horn, Rentner

Hier der Wortlaut der dazu an die Ortspresse gegebenen Mitteilung:

Zum 28.01. 2019 hatte die unabhängige Wählergemeinschaft Grüne Liste Grötzingen ihre Mitglieder eingeladen, um die Kandidaten für die Wahl zum Grötzinger Ortschaftsrat zu nominieren.
Bei der Begrüßung der Anwesenden freute sich der Vorsitzende Titus Tamm besonders über die zahlreichen Interessierten ,sowohl für eine Mitarbeit bei der Grünen Liste als auch für einen Listenplatz.
Auf die ersten drei Plätze wurden ohne Gegenstimmen die aktuellen Ortschaftsräte der GLG gewählt, auf Platz 1 die Fraktionsvorsitzende Birgit Hauswirth Metzger, auf Platz 2 der stellvertretende Ortsvorsteher Titus Tamm, auf Platz 3 die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Dr. Gabriele Vorberg. Ute Schmidt-Rohr wird aus persönlichen Gründen nicht mehr kandidieren.
Die nächsten Plätze belegen Danica Duranec-Schoo, Rainer Romer, Dominic Neureuther, Peter Metzger und Christina Bischoff.
Über die Plätze 9 bis 18 wurde in zwei Blöcken abgestimmt.
Nach der Komplettierung der Wahlliste eröffnete Titus Tamm die Diskussion über mögliche Themen für das Wahlprogramm. Schnell fanden sich Gruppen, die zu verschiedenen Themen Entwürfe erarbeiten wollen : zu Verkehr, Klimaschutz, sowie zu demokratischem und sozialem Miteinander in einem weltoffenen und kulturell vielfältigen Grötzingen.

Antrag: Fahrradgarage am Bahnhof Grötzingen

In der Ortschaftsratssitzung vom 14.11.2018 wurde die Kriminalitätsstatistik für unseren Ortsteil vorgestellt. Bei der Mehrzahl der angezeigten Diebstahlsdelikte handelte es sich um Fahrraddiebstähle im Bereich des Bahnhofs Grötzingen.

Die gute Anbindung von Grötzingen an die Stadt Karlsruhe durch die Stadtbahn ist ein großer Pluspunkt und wird sehr gut genutzt. Viele Menschen kommen mit dem Fahrrad an den Bahnhof, um dort dann in die Stadtbahnen zu steigen.

Daher sind die Stellplätze für Fahrräder immer mehr als belegt. Leider findet man nicht immer sein Fahrrad bei der Rückkehr nach Grötzingen wieder.

Eine abschließbare Fahrradgarage, wie sie in größerer Form am Hauptbahnhof in Karlsruhe existiert, würde da Abhilfe schaffen.

Deswegen beantragen wir:

  • Es wird geprüft, ob auf dem Gelände des Bahnhofs Grötzingen oder in dessen unmittelbarer Nähe die Errichtung einer abschließbaren Fahrradgarage möglich ist.
  • Die Kosten für die Errichtung einer solchen Fahrradgarage werden ermittelt.

Antrag: Hallenbad Grötzingen

In Deutschland nimmt die Anzahl der Nichtschwimmer im Grundschulalter zu.

Das Hallenbad Grötzingen wird in der Bäderszene Karlsruhe sehr gut angenommen. Es wird von Schulen, Vereinen und der Bevölkerung eifrig genutzt. Leider ist das Bad schon etwas in die Jahre gekommen. Die Grötzinger Bevölkerung, aber auch die Schulen und Vereine möchten auf ihr intaktes Bad auch zukünftig nicht verzichten.

Wir beantragen:

Ein zuständiger Vertreter der Stadt berichtet über den Zustand des Bades, die Maßnahmen der letzten zwei bis drei Jahre sowie die in den kommenden Monaten / Jahren erforderlichen Investitionen und gegebenenfalls geplanten Instandsetzungsmaßnahmen.