Einordnung statt Abriss

Einordnung des Kriegerdenkmals am Lindenplatz in Karlsruhe in den historischen Zusammenhang geht.

„Informationen zum Denkmal am Laubplatz“- so war der Antrag vom März 2021 seitens der Grünen Liste Grötzingen zu einem ähnlichen Denkmal in Grötzingen betitelt.

Ein Vergleich:

OrtMühlburg, LindenplatzGrötzingen, Laubplatz
AnlassDeutsch-französischer Krieg 1870-1871Deutsch-französischer Krieg 1870-1871
Widmung/Sinnspruch„Das Totenmal spricht: Dienst an Deutschland ist Pflicht, Arbeit fürs Volk ist Gewinn, braucht Dein Volk Dein Leben, so gib es hin.“„Den Gefallenen zum Gedächtnis
Den Lebenden zur Anerkennung
Den künftigen Geschlechtern zur Nacheiferung“
Einordnung der Stadt„Dieser Spruch ist tatsächlich Ausdruck eines völkischen und überhöhten nationalistischen Denkens, das letztlich im Nationalsozialismus aufgegangen ist. Er steht unseren Werten von Demokratie und Menschenrechten entgegen.“  „Das Grötzinger Kriegerdenkmal reiht sich in der Ausführungsform in die der anderen Kriegerdenkmäler ein. Sein Sinnspruch (…) hebt sich wegen des letzten Satzes von den gewöhnlichen Ausführungen mit Heldenverehrung -Tod und Vaterlandsüberhöhung ab. Eine herausragende Qualität stellt er jedoch nicht dar. Eine besondere Kommentierung halten wir deshalb für nicht angebracht.“    

In der städtischen Stellungnahme zum Antrag der GLG wurde vor fast einem Jahr wurde noch vermerkt:

„Eine eventuelle Kommentierung zöge die Frage nach derselben von mindestens 15 Krieger-denkmälern des Krieges 1870/71 mit sich. Dies erscheint uns wegen des dann gleichartigen Inhalts nicht sinnvoll. Für prioritär kommentierungswürdig halten wir das Kriegerdenkmal Mühlburg 1870/71, allein wegen seines 1931 angebrachten Sinnspruches, der bereits die Ideologie ausdrückt, die die Nationalsozialisten 1933 an die Macht brachte.“

Unsere Schlussfolgerung heute:

Die Grüne Liste Grötzingen begrüßt das Vorgehen der Stadt, das Mühlburger Denkmal zu kommentieren und damit den Bürgern eine Einordnungshilfe zu geben. Wir sehen jedoch keinen Unterschied zum Denkmal in Grötzingen. Der explizite Hinweis auf die nationalsozialistische Ideologie mag fehlen, wir erachten den Sinnspruch jedoch als antidemokratisch und militaristisch und befürchten, dass er für manche Menschen als Verherrlichung von gewaltbereiten Auseinandersetzungen verstanden werden kann. Die bloße Zahl von insgesamt 15 ähnlichen Denkmälern in der Stadt sollte nicht von einer Kommentierung abschrecken.

Grötzingen hat für „sein“ Denkmal eine Lösung gefunden. Auf den schon vorhandenen Tafeln des Historischen Ortsrundganges, die in direkter Nähe des Denkmals stehen, wird ein erklärender Text aufgebracht, finanziert aus IP-Mitteln (Investitionspauschale).

Denkmal am Laubplatz, Foto: Titus Tamm

Damit verbleiben in der Stadt noch 13 weitere Denkmäler, die ihrer Kommentierung harren.

Radwege Grötzingen Gefahrenstellen

Liebe Leserin, lieber Leser,

sollte Ihnen eine Stelle in Grötzingen aufgefallen sein, an denen Ihrer Meinung nach eine Verbesserung im Sinne der Sicherheit der Radfahrer und des Miteinanders aller Verkehrsteilnehmer nötig ist, dann schreiben Sie uns eine kurze Nachricht dazu über

radwege@gl-g.de

Lesen Sie gerne dazu auch unseren Beitrag „Uffbasse!“ auf der Seite „Ortsentwicklung“.

Vielen Dank für Ihre Mitarbeit. Ihre GLG

„Uffbasse!“

Gefahrenstelle Radwege in Grötzingen

Auf dem Weg zu den Klimazielen für Karlsruhe ist der Ausbau des Radverkehrsnetzes ein wichtiger Baustein. Ein gut ausgebauter Radweg beinhaltet auch seine sichere Benutzbarkeit.

Im Zusammenhang mit der Sicherheit von Radfahrern hat die Grüne Liste Grötzingen bereits auf einen weiteren Gefahrenpunkt hingewiesen, bei dem es um das Nebeneinander Radfahrer/Autofahrer geht: der entlang der Alten Weingartener Straße verlaufende Rheintal-Radweg bei der Unterquerung der B10. Zum einen handelt es sich um einen überregionalen Radweg, zum anderen werden auch die von der verlängerten Karl-Leopold-Straße kommenden Radfahrer auf ihrem Weg nach Durlach dorthin gewiesen. Der enge Tunnel ist in Bezug auf Verkehrssicherheit selbst für ambitionierte Radfahrer eine echte Herausforderung, erst recht bei herbstlichen Bedingungen. Ein Fahrradschutzstreifen wurde bereits beantragt und wartet auf die sich gerade verändernde Rechtsprechung.

In Grötzingen gibt es jedoch auch einige Stellen, an denen die Sicherheit der Radfahrer im Zusammenspiel mit Fußgängern noch verbessert werden kann. So zum Beispiel die Unterführung unter der B3 (verlängerte Karl-Leopold-Straße) oder die Radwegverschwenkung Obermühlweg/Pfinz-uferweg.

Diese Strecke ist eine wichtige Verbindung ins Pfinztal, sie wird gerne von Fußgängern zum Spazierengehen benutzt und ist zu den entsprechenden Zeiten ein viel benutzter Schulweg. Die Unterquerung der Eisenbahnbrücke an der Pfinz in Richtung Berghausen verlangt Radfahrern und Fußgängern einiges ab. Regelmäßig wird es dort eng, da die Strecke von keiner Seite aus kommen ordentlich eingesehen werden kann

Berghausen hat mit einfachen Mitteln eine originelle Lösung für eine Gefahrenstelle auf seiner Gemarkung gefunden. Um die Aufmerksamkeit der Radfahrer bei der Radwegunterführung am Vogelpark zu wecken prangt dort in beide Richtungen in grüner Schrift ein durchaus auffälliges, freundliches „UFFBASSE!“ auf dem Weg, flankiert durch einen grünen Mittelstreifen direkt unter der Brücke.

Die GLG wünscht sich eine solche Flexibilität und Kreativität wie in Berghausen mit seinem „Uffbasse“ auch in Grötzingen (als Stadtteil von Karlsruhe), um manche knifflige Stelle auf unseren Radwegen zu entschärfen. Wenn Sie auch eine solche Stelle kennen, die gefährlich sein könnte, dann schreiben Sie uns bitte über radwege@gl-g.de einen Hinweis, gerne mit einem ähnlich kreativen Vorschlag.

Bis eine Lösung gefunden ist gilt allerdings vorerst weiter für uns alle „UFFBASSE!“

Die Grüne Liste Grötzingen rief zum Dreck-Sammeln auf

3 Frauen, 1 Stunde, 400 Meter, 6 Säcke

Die Dreck-weg-Wochen der Stadt Karlsruhe fanden in diesem Jahr nicht im Frühjahr, sondern gegen Ende des Sommers statt.

Die Grüne Liste Grötzingen beteiligte sich wie in bisher jedem Jahr an dieser Aktion und war am 2. Oktober unterwegs, um Grötzingen etwas sauberer zu machen. In kleiner Besetzung zog man ab 14 Uhr los und folgte dem Ratschlag einer Bürgerin um die Wertstoffsammelstation an der Alten Weingartener Straße herum zu sammeln. In der angesetzten Stunde schaffte man gerade mal ca. 400 Meter, von der Einmündung der Karl-Leopoldstraße in die Alte Weingartener Straße bis zur Grezzostraße.

Es begann damit, dass in einem Brombeergebüsch eine Metall-Gartenliege gefunden wurde, die dann nur mit Hilfe des Mitarbeiters der Wertstoffsammelstation daraus befreit und abtransportiert werden konnte. Vielen Dank.

Sehr viel Müll befand sich unter der Brücke bei der Einfahrt der Grezzostraße in die Alte Weingartener Straße. Allein dort unten wurden drei Müllsäcke gefüllt

Eine zersplitterte Scheibe einer Glastüre füllte eine weitere Tüte und zwei kamen noch aus der Umgegend dazu. Schon beim Nach-Hause-Gehen wurde, wiederum aus den Brombeeren, ein Eimer mit Fliesenresten herausgezogen, der ebenfalls direkt in der Wertstoffstation abgegeben wurde.

Nach einer Stunde waren zumindest diese 400 Meter sauber. Es bleibt immer noch viel zu tun.

Antrag: Ladestationen e-Mobilität auf Kirchenparkplätzen

Die Akzeptanz der e-Mobilität steigt, je einfacher es ist, die Fahrzeuge aufzuladen. Die meisten Ladevorgänge finden in der Nähe der eigenen vier Wände statt.

Die Grundstücke der Grötzinger Kirchen sind im Ort günstig verteilt gelegen und verfügen über größere Parkplätze, auf denen unter der Woche und nachts oftmals viele Stellplätze frei sind.

Sowohl diese günstige Verteilung und Lage im Ort als auch das Stellplatzangebot sind gute Gründe, dort konzentriert öffentliche Ladestationen für die Elektroautos der umliegenden Anwohner anzubieten. Damit entfallen verwaltungstechnisch aufwändige Einzelaktionen der Wohnungs- und Hausbesitzer und es wird eine Hürde auf dem Weg zum Elektroauto abgebaut.


Am besten wäre es, diesen Ansatz auf dem gesamten Stadtgebiet zu verfolgen.

Daher beantragen wir:
Die Ortsverwaltung nimmt mit den Kirchengemeinden des Ortes Kontakt auf und erkundigt sich nach deren Bereitschaft, auf den Kirchenparkplätzen öffentliche Ladestationen einrichten zu dürfen.
Außerdem trägt sie das Anliegen in die zuständigen Ämter der Stadt, sodass diese Möglichkeit auch dort überprüft wird.

Anfrage: Hochwasser in Grötzingen

Im Geoportal der Stadt Karlsruhe ist die Hochwassergefahrenkarte für Karlsruhe und die einzelnen Stadtteile zu finden. Diese Karte zeigt die Ausdehnung der Gewässer bei verschiedenen Hochwasserständen. Teile von Grötzingen können dabei stark überschwemmt werden.

Aus gegebenem Anlass fragen wir:

  1. Wann erfolgt die Aktualisierung dieser Karten aufgrund der prognostizierten, zu erwartenden zukünftigen Starkregenereignisse?
  2. Wie erfolgt die derzeit gültige Hochwasser-Warnung für die Grötzinger Bürger?
  3. Welche Ämter und Stellen der Verwaltung sind für die Warnungen zuständig und wie funktioniert der dortige Ablauf im Notfall?

Zoe Mayer – Kandidatin für den Bundestag – in Grötzingen

Mit dem Besuch von Zoe Mayer kam der Bundestagswahlkampf des Bündnis 90/Grüne auch nach Grötzingen:

Am 2. September 2021 nahm sich Zoe auf Einladung der Grünen Liste Grötzingen von 10 bis 12 Uhr Zeit um Grötzingen näher kennenzulernen und sich als eine der jüngsten Karlsruher Kandidat*Innen für den Bundestag bei uns vor Ort persönlich vorzustellen.

Mit Markbesuchern, Flaneuren, Apothekenkunden fanden spontane und interessante Gespräche statt. Sowohl bundespolitische Themen (Zoe) als auch Ortspolitik (GLG) waren dabei einigen Bürgern Anlass zu ganz konkreten Fragen. Andere begnügten sich mit Flyern, bienenfreundlichen Blumensamen oder Informationsmaterial. Bei schönstem Spätsommerwetter war man angenehme zwei Stunden auf dem Rathausplatz für die Menschen ansprechbar.

Ein gemeinsames Mittagessen von GLG und Zoe mit Erfahrungsaustausch über die persönliche politische Arbeit rundete den Termin mit der Karlsruher Stadträtin ab.

Wir wünschen Zoe Mayer für die Wahl am 26. September viel Erfolg!

Müll sammeln an der Liegewiese am Baggersee

Auch in diesem Jahr war die GLG am 29. August am Baggersee, mit dem Ziel, zum Saisonabschluss den Weg zum See und die Liegewiese zu säubern. Im letzten Jahr waren es vier Termine, doch das Wetter in diesem „Sommer“ machte mehrere Termine unnötig.

Um 11 Uhr fanden sich dann mehrere Sammler*Innen, die sich durch den Nieselregen nicht abhalten ließen. In zwei Gruppen, vom Parkplatz Richtung Emil-Arheit-Halle und vom Stalbühl kommend, wurde das Gelände durchforstet. Wie im letzten Jahr bildeten Kippen und Kronkorken das Gros des Mülls. Gefolgt von Haargummis, Vesperriegel-Verpackung und, man glaubt es kaum in diesem Sommer, Sonnenbrillen.

Besonders verstörend war, gut versteckt, ein Nest von Bierflaschen. Noch nicht einmal das Pfand bewegt anscheinend zu Wiedermitnahme……

Nach anderthalb Stunden waren die Liegewiese und die Zuwege gesäubert und der Trupp wollte an der Hütte wieder aufs Fahrrad steigen. Beim Blick auf den Boden wurde dann dort nochmals eine ganze Mülltüte gefüllt.

Für dieses Jahr war es das. Aber im nächsten Jahr sind wir wieder aktiv.

Hauptversammlung am 7. August 2021

Grüne Liste Grötzingen (GLG) mal wieder live

Ökologische Herausforderungen machen auch vor den Toren von Grötzingen nicht halt. Die Grüne Liste Grötzingen führte am 7. 8. 2021 ihre Jahreshauptversammlung durch, mit kritischem Rückblick und zuversichtlichem Ausblick, endlich wieder live.

Nach langer Corona-bedingter Pause traf man sich endlich wieder persönlich, natürlich mit AHA-Regeln, in der Begegnungsstätte. Vorstand und Fraktion blickten auf ein ganz spezielles lokalpolitisches Sitzungsjahr im Lichte der Pandemie zurück, in dem Sitzungen im Ortschaftsrat und in den Gremien kurzgehalten werden mussten, was die Kommunikation und den demokratischen Diskurs einschränkte. Intern konnte die GLG ihre regelmäßigen Versammlungen online am Laufen halten.

Inhaltlich hat sich die GLG in den vergangenen 12 Monaten, oft mit wichtiger Unterstützung und Übereinstimmung aus anderen Fraktionen, für ein breites Spektrum an ehrenamtlichen Initiativen und Maßnahmen zum Schutz der Natur und Förderung des demokratischen Miteinander im Ort eingesetzt. Als Beispiele seien rückblickend Naturschutzmaßnahmen am Baggersee, Energiesanierung der Ortsmitte, eine Ganztags-Grundschule, öffentliche Wallboxen, Baumersatzpflanzungen für besseres Klima, Patenschaften für Bäume in Streuobstwiesen (Pflege für Ernte), Regenbogenflagge am Rathaus, Hinweis auf die Earth-Hour, Parking-Day, Terra Preta, Photovoltaik oder der resistente Schleichverkehr durch und um die Augustenburgstraße genannt. Vieles wurde im OR positiv beschieden, auf den Weg gebracht, aber auch, das muss man deutlich sagen, mit Verweis auf die schwierige personelle und finanzielle Haushaltslage seitens der Stadt blockiert oder auf die lange Bank geschoben.

Unter dem Strich konnten trotz erschwerter Rahmenbedingungen zusammen mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern und in kontinuierlicher Arbeit rückblickend einige Steine bewegt werden, um wichtige ökologische Impulse für die aktuelle Situation und die Entwicklung im Ort zu geben. Ein wenig erschöpft, von Streuselkuchen und Kaffee versüßt und mit einiger Zuversicht ging die Jahreshauptversammlung der GLG am großen Tisch nach zweieinhalb Stunden zu Ende.

Wer sich über die Arbeit der Wählergemeinschaft GLG genauer informieren möchte, schaue bitte auf unsere Webseite www.gl-g.de. Über Ihre Fragen, Anregungen und Beteiligung an unserer grünen Ortspolitik sowie über neue Mitglieder oder Interessenten/innen freuen wir uns jederzeit.

Bei Interesse, an den ab Herbst wieder in Präsenz oder online stattfindenden Treffen reinzuschnuppern, bitte eine Mail an gabriele.vorberg@or-groetzingen.karlsruhe.de  für etwaige Zugangsdaten senden.

Frage per E-Mail: Beflaggung Rathausplatz anlässlich EM-Spiel Deutschland-Ungarn

Sehr geehrte Frau Eßrich, sehr geehrte Mitglieder des Ortschaftsrats
Grötzingen,

mein Name ist Lisa K., ich bin 15 Jahre alt, gehe derzeit in die 9.
Klasse eines Gymnasiums und wohne in Grötzingen. Auf diesem Weg wende
ich mich mit einer Bitte bezüglich der Beflaggung des Grötzinger
Rathausplatzes an Sie.

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