Putzaktion am Baggersee

Da der Baggersee zurzeit sehr stark frequentiert ist, möchte die Grüne Liste Grötzingen alle Besucher, Badende, Sonnenhungrige, Spaziergänger, bitten, den See und das umliegende Gelände pfleglich zu behandeln. Insbesondere der mitgebrachte Müll muss wieder mitgenommen werden.

Wir werden ebenfalls einen Beitrag leisten und über die Sommermonate in loser Folge die Liegewiese von Unrat, der trotz allem dort verblieben ist, reinigen.

Eine erste Müllsammelaktion, ähnlich der Dreck-weg-Tage, findet am

26.7.2020, 9 Uhr

statt. Treffpunkt ist die Holzhütte beim Zugang von der Emil-Arheit-Halle kommend. Säcke und Zangen werden gestellt. Bitte an Handschuhe denken.

Um Anmeldung wird gebeten: gabi.vorberg@online.de

Antrag: Earth Hour – Globale Aktion für Klima- und Umweltschutz

Die Earth Hour (deutsch: Stunde der Erde) ist eine weltweite Klima- und Umweltschutzaktion in Form des Ausschaltens öffentlicher Beleuchtung. Ziel der Earth Hour ist es, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf den Klimaschutz zu lenken.

Die WWF Earth Hour ist eine einfache Idee, die rasend schnell zu einem weltweiten Ereignis wurde:

Millionen von Menschen haben am 28.03.2020 zum vierzehnten Mal für eine Stunde das Licht ausgeschaltet – überall auf dem Planeten.

Am Samstag, den 27. März 2021, findet von 20:30 bis 21.30 Uhr die nächste Earth Hour statt. Rund um den Globus werden dann zum bereits 15. Mal Millionen von Menschen, tausende Städte, Gemeinden und Unternehmen für eine Stunde das Licht ausschalten und so gemeinsam ein Zeichen für den Schutz unseres Planeten setzen, wohlwissend, dass die Beteiligung an der Aktion „Earth Hour“ ein wichtiger Weckruf, keinesfalls aber ein Ersatz für die Umsetzung der notwendigen Maßnahmen zum Klimaschutz sein kann.

Weitere Informationen unter www.wwf.de/earthhour/

Wir beantragen:

  • Die Ortsverwaltung meldet Grötzingen als jährlich teilnehmende Gemeinde an unter: www.wwf.de/earthhour/staedte-und-unternehmen/anmeldung-fuer-staedte/ und macht Vorschläge, wo im Ort im öffentlichen Raum das Licht ausgeknipst werden kann.
  • Die Ortsverwaltung und der Ortschaftsrat Grötzingen rufen die Bürger*innen dazu auf, sich an der Earth Hour-Aktion zu beteiligen.

Hauptversammlung 2020

Unsere Hauptversammlung 2020 fand am 2. März im Augustaraum der Begegnungsstätte statt.

Zu Anfang berichtete Titus Tamm als Vorsitzender über das vergangene Jahr. Wir erhielten bei der Ortschaftsratswahl die meisten Stimmen und Birgit Hauswirth-Metzger wurde Stimmenkönigin. Wir unterstützten die Wiederwahl der Ortsvorsteherin Karen Eßrich erfolgreich. Öffentliche Aktionen waren die Beteiligung an den Dreck-weg-Wochen, ein großes Holzkohlebrennen im Rahmen des Terra-preta-Projektes, der Parking-Day vor dem Kannen-Bogen und eine Aktion zum Schleichverkehr in Grötzingen Süd in Kooperation mit der SPD. Birgit Hauswirth-Metzger berichtete als Fraktionsvorsitzende ergänzend von der Arbeit im Ortschaftsrat.

Foto: Titus Tamm

Nach dem Kassenbericht von Peter Metzger, dem Kassenprüfbericht von Dr. Klaus Horn und der Entlastung des Vorstandes stand die Neuwahl des Vorstandes an. Für den Vorsitz kandidierte nur Dr. Gabriele Vorberg und wurde einstimmig gewählt. Ebenso einstimmig wurden Danica Duranec-Schoo als Schriftführerin und Peter Metzger als Kassierer wiedergewählt.

Im Anschluss daran ging es an die Diskussion möglicher Anliegen der GLG, die über Anträge im Ortschaftsrat weitergetragen werden sollen.

Einen großen Punkt nahm die zukünftige Organisation der Arbeit von GLG und Fraktion ein. Es wurde beschlossen, zusätzlich zu den Versammlungen vor den Ortschaftsratssitzungen, die der Unterstützung der Fraktion dienen, vierteljährlich Versammlungen abzuhalten, bei denen über die Themen und Strategien der GLG beraten wird.

Zum Ende wurde auf die nächsten Aktionen hingewiesen:

Am 28. März findet um 14 Uhr eine Dreck-weg-Aktion statt.

Die Aktion „Streuobstwiesen statt Geburtsbäume“ ist angelaufen.

Dr. Gabriele Vorberg

Gruppenbild mit vier Damen vor der Gemäldewand im Augustaraum der Begegnungsstätte

Antrag: Sonnenenergie für die Klimaanlage im historischen Rathaus

Damit die wertvollen Gemälde weiterhin im Bürgersaal des Rathauses 1 gezeigt werden dürfen, muss dort eine Klimaanlage eingebaut werden. Es muss gekühlt werden, wenn die Sonne stark scheint. Deshalb und um Vorbild beim Klimaschutz zu sein, sollte der Strom dafür solar erzeugt werden.

Solarzellen sind auf dem Dach des denkmalgeschützten Rathauses 1 nicht erlaubt. Dafür bieten sich aber die Dächer städtischer Gebäude in der Nachbarschaft an, siehe Bild. Die roten Dächer sind die, die für Solaranlagen voll geeignet sind.

Wir beantragen:

Die zuständigen Stellen der Stadt planen eine Photovoltaik-Anlage zur Stromversorgung der Klimaanlage im Bürgersaal des Rathauses 1.

Die Solarzellen auf dem Dach werden so geplant, dass die Dachfläche sofort oder später ganz ausgenützt wird.

Antrag: Stolperstein für eine als „unwertes Leben“ ermordete Grötzingerin

In dem neuen Buch „Gegen die Macht des Vergessens, Gedenkbuch für die Karlsruher Euthanasie-Opfer“ ist Anna Walz zu finden, geboren am 25. September 1886 in Grötzingen, von den Nationalsozialisten als lebensunwert eingestuft und am 14. August 1940 von Konstanz aus nach Grafeneck transportiert. Dort wurden die meisten der eingelieferten Menschen sofort mit Kohlenmonoxid erstickt.

Wir beantragen:

  1. Die Ortsverwaltung nimmt Kontakt zur Familie auf und klärt, ob diese mit einem Stolperstein für Anna Walz einverstanden ist.

  2. Ortsverwaltung und Ortschaftsrat kümmern sich um die Finanzierung und das Setzen des Stolpersteines an einer würdigen Stelle.

Streuobstwiesen statt Geburtsbäume

Mit dem Antrag zum Thema Geburtsbäume im Mai 2019 wurde von Seiten der Stadt die Unterstützung bei der Suche eines Grundstücks in Aussicht gestellt, wenn sich die Initiative in Richtung Streuobstwiesenpflege entwickelt und die Betreuung durch Vereine im Ort erfolgt.

Finden sich genug Familien, die dauerhaftes Interesse an der Pflege von Streuobstwiesen haben, wird die Ortsverwaltung bei der Suche nach einem Grundstück helfen.

Mit Herrn Andreas Siegele vom Obst- Wein- und Gartenbauverein Grötzingen haben wir einen kompetenten Partner gefunden, der interessierten Familien die praktische Seite der Pflege lehren kann: Im November 2020 wird in einer gemeinsamen Aktion das Bäume pflanzen gezeigt und geübt. Die weiteren Arbeiten wie Bäume schneiden, Wiese mähen und Obst ernten werden im darauffolgenden Jahr vermittelt. Organisiert wird die Aktion durch die Grüne Liste Grötzingen.

Antrag: Zusätzliche Fahrradanschlussbügel am Bahnhof Grötzingen mit Überdachung

Die vorhandenen Fahrradbügel am Bahnhof sind meist überbelegt, so dass es für viele Fahrradbesitzer keine Möglichkeit gibt das Fahrrad anzuschließen. Deshalb werden zusätzliche Fahrradbügel benötigt. Unser Vorschlag wäre eine zweite Reihe östlich des Wartehäuschens der S-Bahn.

Weiterhin soll der alte Plan einer Überdachung nochmals aufgegriffen werden.

Wir beantragen:

Die Verwaltung prüft am Bahnhof Grötzingen, wo zusätzliche Fahrradanschlussbügel – am besten überdacht – möglich sind und installiert diese.

Antrag: Informationen zur Badestelle und Zahl der Parkplätze am Baggersee

Die Badestelle am Baggersee Grötzingen liegt in einem Landschaftsschutzgebiet und grenzt sowohl an ein Naturschutzgebiet als auch an ein FFH-Gebiet. Eine Badestelle ist die Form des erlaubten Badens mit geringen Anforderungen an die Verkehrssicherungspflicht sowie die Wasseraufsicht und erlaubt keine bädertypischen Anlagen im Wasser.

Die Genehmigung der Badestelle am Baggersee Grötzingen wurde nur unter strengen ökologischen Schutzauflagen für Tiere und Pflanzen erteilt. Des Weiteren erfolgte die Vorgabe, dass sich durch die Nutzungen keine weitere Verschlechterung für das gesamte Gebiet ergibt. Vielmehr ist eine nachhaltige Verbesserung der ökologischen Situation vor Ort das Ziel. Die sich daraus ergebende Rechtsverordnung ist ein mühsamer Kompromiss zwischen Ökologie und den verschiedenen Nutzerinteressen des Sees.

Aus diesen Gründen entstanden die Beschränkungen:

  • das Sperren der Trampelpfade und Erneuern von Zäunen zum Schutz der Uferzonen,
  • die Einrichtung einer nicht zu betretenden Naturschutzzone rund um den See,
  • die Reduktion und Begrenzung der Parkplätze.

Dies alles mit dem Ziel, die Nutzung des Sees hauptsächlich für die Bewohner der umliegenden Gemeinden, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad kommen, möglich zu machen.

Um Wünschen an die Badestelle hinsichtlich ökologischer und rechtlicher Gesichtspunkte bewerten und diskutieren zu können, beantragen wir:

1. Der Rat und die Öffentlichkeit werden in einer Ratssitzung von den zuständigen Stellen über die Grundlagen der Entstehung des erlaubten Badens, der daraus resultierenden Pflichten und den Konsequenzen von Verfehlungen oder der Ausweitung der Infrastruktur an der Badestelle informiert.

2. Die Parkplätze werden wie beschlossen weiter reduziert.

Antrag: Erschwertes Einfädeln von der Augustenburgstraße in die B10: „Einfach mal ausprobieren“

In dem Artikel „Fußgänger gewinnen an Bedeutung“ in den BNN vom 30.10.2019 wird Herr Oberbürgermeister Mentrup zur Bedeutung von zeitlich begrenzten Eingriffen im Verkehr zu Testzwecken zitiert:

Auszug:

……Auch dem Ansatz „Einfach mal ausprobieren“ kann er viel abgewinnen. Bisher fließe viel Geld in Simulationen oder gar Umbauten. Dabei liefere eine zeitlich beschränkte Testphase die eindeutigste Antwort. Mentrup kann sich vorstellen, über das Reallabor hinaus bei viel diskutierten Verkehrsfragen mit den Wissenschaftlern zusammenzuarbeiten. „Dann aber andersrum“, sagt er. Sein Vorschlag: Die nördliche Karlstraße wird im Sommer drei Monate lang für Autos gesperrt. „Das könnte die Hochschule wissenschaftlich begleiten.“

Entsprechend des Vorschlags von Oberbürgermeister Mentrup wäre ein probeweises Erschweren des Einfädelns von der Augustenburgstraße auf die aus dem Tunnel kommende B10 in Grötzingen ein unter Realbedingungen durchgeführter Test, um den Umgehungsverkehr durch Grötzingen zu verhindern.

Dieser Test ließe sich mit einfachen Mitteln realisieren, wie sie mehrfach vorgeschlagen wurden:

  • Eine Baustellenampel als Pförtnerampel würde die von der Augustenburgstraße kommenden Autofahrer ausbremsen.
  • Eine durch Barrieren veränderte Straßenführung (keine Reißverschluss-Spur mehr) würde das Einfädeln erschweren und die Tunnelfahrer bevorzugen.

Beide Maßnahmen zielen darauf ab, den täglichen Pendlern zu verdeutlichen, dass eine Fahrt durch den Grötzinger Tunnel wesentlich einfacher und schneller zum jeweiligen Ziel führt. Für die Bewohner der Augustenburgstraße und der angrenzenden Wohnstraßen wäre damit eine große Verbesserung der Lebensqualität erreicht.

Außerdem könnten sich im Laufe der Testphasen gegebenenfalls weitere Lösungsmöglichkeiten auftun.

Wir beantragen:

Die Ortsverwaltung setzt sich dafür ein, dass an dem oben beschriebenen Verkehrspunkt eine Testphase im Sinne eines Reallabors für „Erschwerte Einfädelung“ durchgeführt wird.

Dieser Antrag wird als interfraktioneller Antrag in der Ortschaftsratsitzung vom 22.1.2020 behandelt.